Leben // Ach ihr zwei

Juni 15, 2017



Ihr verdreht mir den Kopf. Nein besser gesagt ihr seid ununterbrochen in meinem Kopf. Schon morgens wenn wir aufstehen haltet ihr mich auf Trapp. Da bist du Motti, die lieber das kurze Kleid anziehen möchte anstatt den Rock. Und du Mini, die mich mit ihren müden Augen ansieht und nicht aufstehen möchte. Ich rede mir den Mund fusselig und trotzdem verläuft jeder Morgen gleich. Doch ist das schlimm ? Nein, es ist unser Leben und auch wenn es mich hin und wieder stresst liebe ich es. Ich liebe eben diese kleinen müden Augen und den eigenen Stil den ihr habt. Dieses Lachen was ihr beide morgens raushaut wenn ihr Sammy seht und er euch mit seiner feuchten Nasen anstupst weil er gestreichelt werden möchte. 
Gemeinsam machen wir eure Brote für den Kindergarten, putzen Zähne und hören dabei laut Musik. Mit strahlenden Zähnen geht es dann in Richtung Auto und schnell kann es von guter, zu schlechter Laune überschwappen. Dann, wenn ich mir herausnehme dich anschnallen zu wollen, obwohl du es doch alleine kannst. Du, mein großes Mädchen. Die, die bald ein Schulkind sein wird und sich immer weiter von mir abnabelt . Ach Motti wo ist die Zeit nur hin ? Wieso rast sie so seit ihr auf der Welt seid. Gerade bei dir erschrecke ich mich oft. Stolz und Trauer wechseln sich im Sekundentakt ab und ich frage mich wie es dir wohl so geht. Fragst du dich wohl wo die Zeit geblieben ist ? Ich glaube eher nicht. Für dich könnte sie nicht schnell genug vergehen. Am liebsten würdest du jetzt sofort in den Urlaub fahren und direkt danach ein Schulkind sein. Wie oft du von diesem Tag erzählst und mir sagst wie sehr du dich darauf freust. Wie gern du jetzt schon mit deinen Freunden auf dem Schulhof spielen möchtest und dir in der Pause etwas kaufen magst. Ich hingegen kann es mir noch gar nicht vorstellen dich morgens dorthin zu bringen, dir einen Kuss zu geben und dich in die Schule zu entlassen. Und wer weiß wie lange du es noch ertragen kannst dass Mama dich dahin bringt. Dass ich dir ein Küsschen geben zum Abschied. Ach nein , daran möchte ich noch gar nicht denken.
Ich genieße noch diese Momente in denen du es gerne hast und koste es voll und ganz aus. Dein kleiner Dickkopf zeigt mir ja jetzt schon hin und wieder wie sehr du doch deinen eigenen Weg gehen möchtest. Und dass eben ohne Mama und Papa. Und ohne deine Schwester. Du liebst sie, das weiß ich aber du bist eben auch die Große und willst das beweisen. Du willst nicht immer auf die Kleinen achten müssen und dein Ding durchziehen. Und das sollst du auch. Deine Schwester weiß das auch und auch wenn sie dir manchmal auf der Nase rumtanzt und dich anzickt, ihr zwei seid euch in so vielen Dingen so ähnlich. 

Mini du bist mein Kuschelkind und wirst es glaube ich auch immer bleiben. Doch auch du hast deinen eigenen Kopf und wehe den kannst du nicht durchsetzen. Manch einer würde erschrecken wenn er sehen würde wie aus diesem kleinen süßen Wuschelkopf plötzlich Hulk wird. Mein kleiner süßer sensibler Hulk :)
Was will ich euch eigentlich sagen. Ich weiß es gar nicht genau. Ich möchte eigentlich nur dass ihr wisst wie stolz ich auf euch bin und dass ihr egal wie anstrengend es auch manchmal ist, mein Leben seid. Ich würde meine Leben nicht mehr eintauschen wollen. Und auch wenn der ein oder andere vielleicht denkt dass ich euch in manchen Dingen zu viel Spielraum lasse und/oder euch besser hätte erziehen sollen , dann lächel ich nur freundlich. Denn ihr zeigt mir so oft, dass wir alles richtig gemacht haben und machen. Wir sind eure Eltern und wissen was für euch das Beste ist. Ihr seid kleine wundervolle Menschen mit eigenen Köpfen und Wege die ihr gehen wollt. Geht sie und das so wie es für euch richtig ist. Ich möchte dass ihr später sagen könnt was für tolle Eltern ihr habt und ihr uns vielleicht einmal als Vorbilder für eure spätere Elternzeit nehmt. Ich weiß, man denkt selber immer dass man es mal besser macht als seinen eigenen Eltern oder eben anders. Aber wer weiß, vielleicht machen wir es ja jetzt schon genau richtig.

Diese zwei Tage in Berlin waren chaotisch, anstrengend und zugleich super schön. Wir drei, gemeinsam mit meinem Bruder. Ein toller Geschwister-Großstadt-Aufenthalt und unvergesslich. Ihr habt euren Onkel so manches Mal auf die Probe gestellt und gerade du Mini hast ihm gezeigt wie bestimmend du sein kannst. Doch ich glaube auch er fand es schön und hat die Zeit genossen. Ich würde es immer wieder machen und liebe solche Momente. Ich möchte , solange es noch möglich ist, dass alles mit euch erleben. Möchte euch die Welt zeigen, bunte Blumen mit euch pflücken und auf dem Trampolin liegen und die Wolken beobachten. Ich bin so glücklich euch zu haben und liebe euch unendlich doll. 


Eure Mama

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